Wärmetherapie


Infrarotlampe

Als Infrarot-Behandlung wird die therapeutische, äußere Anwendung von wärmendem Infrarotlicht bezeichnet.

Die infrarote Wärmestrahlung dringt nur wenige Millimeter tief ins Gewebe ein. Durch die  Wärmeleitung können dann auch das Unterhautfettgewebe, Bindegewebe oder die Gelenke erreicht werden. Es wird die Gewebetemperatur erhöht, was zu einer Gefäßerweiterung und somit zu einer verbesserten lokalen Durchblutung führt. Stoffwechselprozesse werden gesteigert, es kommt zur Muskeldetonisierung (Entspannung der Muskulatur), Verbesserung der Dehnfähigkeit von bindegewebigen Strukturen, reflektorischen Reaktionen auf innere Organe, Schmerzdämpfung und vegetativ/psychischer Entspannung. Als ergänzendes Heilmittel zu anderen Maßnahmen dient die Wärmetherapie zur Wirkungssteigerung.

Indikationen:

  • weichteilrheumatische Beschwerden (bei Tendomyosen, Tendinosen, Insertionstendinosen, Fibroostosen, chronische Periarthropathien usw.)
  • Arthrosen (Cave: nicht bei aktivierter Arthrose!)
  • degenerative Wirbelsäulenveränderungen, chronische Arthropathien
  • Muskelverspannungen
  • Fibromyalgie

Kontraindikationen:

  • akute Arthritiden und akute Periarthropathien (mögliche Entzündungsverstärkung)
  • aktivierte Arthrose
  • Vaskulitiden
  • arterielle und venöse Durchblutungsstörungen, Ödeme, Blutungen, Blutungsneigung
  • Tumore, schwere Allgemeinerkrankungen
  • schwere Herz- und Kreislauferkrankungen

Die Kosten der Wärmetherapie werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.